Inklusion & Chancengleichheit

Die Gleichstellung aller Menschen ist für mich eines der wichtigsten Zukunftsthemen.
Frau oder Mann, jung oder alt, mit oder ohne Beeinträchtigung, mit oder ohne Migrationsbezug - alle müssen in unserer Gesellschaft mitgenommen werden und die ihren Fähigkeiten entsprechenden Chancen erhalten.

 

Wir Grüne streiten für Rahmenbedingungen, die es allen Menschen ermöglichen, so selbstbestimmt wie möglich zu leben und möglichst eigenständig am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Hilfemaßnahmen für Menschen mit Beeinträchtigungen müssen am individuellen Bedarf ausgerichtet werden. Wir setzen auf den Grundsatz "ambulant vor stationär" und wollen Projekte fördern, die Menschen mit Beeinträchtigungen trotz Betreuungsbedürftigkeit größtmögliche Freiheit und Eigenständigkeit gewähren.
Der Pflege-und Gesundheitssektor ist eine Zukunftsbranche. Der Bedarf an professioneller Pflege wird sich durch den demografischen Wandel erhöhen. Wir Grüne wollen dafür sorgen, dass die Pflegeberufe gestärkt und die Interessen der Beschäftigten besser vertreten werden. Daher setzen wir uns für die Einrichtung einer Pflegekammer ein, die eine Berufsordnung verbindlich festlegt, die Aus-, Fort- und Weiterbildung bedarfsgerecht regelt und an Gesetzgebungsverfahren beteiligt ist. Die Ausbildungsumlage in der Altenpflegeausbildung muss wieder eingeführt werden. Wir wollen die weitere Qualifizierung ausländischer Pflegekräfte durch Sprachkurse, Anerkennung von Examen und Förderung von Bildungsstätten stärken. Die kultursensible Altenpflege wird an Bedeutung zunehmen.
Wir setzen uns für einen allgemeinen Tarifvertrag ( auch in Einrichtungen kirchlicher Träger ), einen besseren Personalschlüssel und die Erweiterung des Ausbildungs-und Studienplatzangebots ein.

Eine Modernisierung der Gesellschaft funktioniert nur mit Geschlechtergerechtigkeit. Wir Grüne wollen eine Gesellschaft, in der Väter in Elternzeit gehen, ohne als Exoten zu gelten. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Frauen in Führungspositionen streben, ohne an der "gläsernen Decke" zu scheitern oder an ihrem Wunsch, Karriere mit einer Familiengründung zu vereinbaren. Das bedeutet für uns Gleichstellungspolitik.
Die Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen liegt in der Verantwortung des Landes und wird dort als "freiwillige Leistung" geführt. Das Prinzip der Freiwilligkeit suggeriert, dass es sich hierbei um eine zusätzliche und damit im Zweifel entbehrliche Leistung für Opfer von Gewalt handelt. Unser Ziel ist es , jeder von Gewalt betroffenen Frau und Kindern unabhängig von ihrem Einkommen oder ihrem Aufenthaltsstatus den Zugang in ein Frauenhaus zu ermöglichen. Diese gesellschaftliche Pflichtaufgabe muss auch in Zeiten schwieriger Haushaltslagen erfüllt werden. Insbesondere Opfer von Frauenhandel, deren Aufenthaltsstatus ungesichert ist, müssen eine juristische und psychosoziale Beratung sowie gesundheitliche und soziale Versorgung erhalten. Eine engere Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden der Herkunfts- und Zielländer des Menschenhandels muss gefördert werden.

Copyright © Sybille Mattfeldt Kloth 2017

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